| Die bisher bekannten Arbeitsweisen der Beraubemaschinen, z. B. von US-amerkanischen Herstellern, können mit dem PROXIMA CII 90 bzw. CII 120 - System nicht verglichen werden, da diese Beraubemaschinen in gewisser Weise statisch arbeiten, also die losen Gesteinsformationen bzw. auch die größeren Löser, durch vorsichtiges heranfahren, teleskopieren und mit Zangenbewegungen ablösen. Diese Funktionsweise ist deshalb ineffektiv, sehr zeitraubend und deshalb mit der "pickenden" Beraubung, mittels Hydraulikhammers, vergleichbar. Den Grubenbetreibern erwächst hierdurch kein wirtschaftlicher Vorteil! Das dynamische Beraubesystem PROXIMA CII erbringt nachweislich eine bis zu 25 x (fünfundzwanzigfach) höhere Beraubeleistung, als die bisher bekannten First- und Stoß-Sicherungsmaschinen, dieses bedeutet eine enorme Einsparung von Maschinen und Personal. Das System hat inzwischen alle deutschen Kali- und Salz Bergwerke, auch in härtesten Steinsalzformationen, erobert und hat zu erheblichen Kosteneinsparungen beigetragen! PROXIMA CII ist eine für höchste Belastung ausgelegte Beraubemaschinen mit folgender Arbeitsweise: Das Grundfahrgestell und die Hubschwinge sind ähnlich wie bei einem Fahrlader konstruiert, jedoch wesentlich verstärkt und hochfest verarbeitet. Die Knickgelenkaufnahmelaschen, die Zylinderaufhängungen sind durchgesteckt und voll verschweißt. Die Hinterachspendeltraverse ist besonders robust und verschleißfest ausgeführt, da die Maschinen während des dynamischen Beraubens, in bestimmten Belastungsgrenzen, von der Sohle abhebt, jedoch über ein hydraulisches Sicherheitssystem vorm Kippen geschützt wird. Die beiden Antriebsachsen sind ebenfalls für diese enorme Belastung überdimensioniert ausgeführt (dynamisch 1. Gang: Beraubegang) 50 t pro Achse. Die Achsen sind in Schweißkonstruktion erstellt. Der Beraubearm wird je nach Beraubehöhe, max. zwischen 35 ° - 40 ° Winkel aufgestellt, der Beraubezahn wird hydraulisch in die jeweilige Endlage - Vorwärts- berauben: vorderer Beraubezahn oben - Rückwärtsberauben: hinterer Beraubezahn oben, gebracht. Der Beraubezahn wird an die First bzw. die seitlichen Zähne an den Stoß angepresst. Die maximale Anpresskraft bzw. dynamische Krafteinwirkung auf die Beraubezähne ist hydraulisch auf max. ca. 100 kN abgesichert. Nach dem Ansetzen des jeweiligen Beraubezahns an First oder Stoß, werden im 1. Gang mit max. 4,6 km/h die losen Gesteinsbrocken und die größeren Löser "herunter gerissen". Die Standardmaschine PROXIMA CII 120 verfügt über eine Schubkraft bei 240 hp Motorleistung, von 240 kN bei einer Gesamtmasse von 30 t. Unebenheiten an First oder Stoß werden über Überdruckventile und nachregeln der Hydraulikzylinder ausgeglichen bzw. angepasst, besonders feste Platten oder Löser werden durch eine Wiederholung des Vorganges aggressiver bearbeitet, so dass sie sich ablösen oder keine Gefahr für Leib und Leben darstellen. Mit der zuvor beschriebenen Arbeitsweise können pro Schicht Strecken - Abschnitte von mehreren Kilometern gesichert werden. Die abgeschälten oder gerissenen Löser werden über Abweiser von der Fahrerkabine weggeführt. Die Fahrerkabine selber ist gepanzert und bietet trotzdem gute Sichtverhältnisse (s. Zeichnungen Nr. 229.00.02 bzw. 229.00.04). Zur zusätzlichen Verbesserung der Fahrplatzergonomie kann der Fahrplatz komplett um 90 ° hydraulisch geschwenkt werden: 1 x Quersitzanordnung, 1 x Frontsitzanordnung. Die Quersitzanordnung begünstigt das Rückwärtsberauben und das Verfahren der Maschine an einen anderen Einsatzort. Die maximale Fahrgeschwindigkeit beträgt 28 km/h. Die zulässige Steigung und das Gefälle beträgt 28 %. Eine Zulassung bis 28 % bei einer gleichzeitigen Querlage von 15 % ist ebenfalls möglich, hierbei muss die Motorleistung auf 300 hp erhöht werden. Umgebungstemperaturen bis + 52 ° C können berücksichtigt werden. Grundsätzlich kann ein pflugartiges, hydraulisches Schiebeschild geliefert werden, diese Option bietet eine höhere Beraubeleistung und einen geringeren Verschleiß der Maschine, da die Fahrtstrecke beim Vorwärtsberaubevorgang frei geräumt wird. Zur Sicherheit für die Maschine und für den Fahrer, ist das Schiebeschild mit einer Schwimmstellung ausgerüstet. Es wird zu 80 % die Vorwärtsberaubung gewählt, jedoch ist es notwendig, z. B. beim Sprengvortrieb, durch Vorwärts- und Rückwärtsberaubung, die frisch gefahrene Strecke schnell und rationell zu sichern. Die Standardbauhöhe mit drehbarem Fahrplatz liegt bei 2.300 mm über alles, auch für die flachen Lagerstätten kann bis zu einer minimalen Bauhöhe von 1.800 mm geliefert werden, jedoch nur in Quersitzausführung, ohne drehbaren Fahrplatz. PROXIMA CII hat eine max. Standardberaubehöhe (40 ° Anstellwinkel) von 8.000 mm. Auf Anfrage kann die Maschine auch mit Beraubehöhen bis zu 10 m geliefert werden. Langjährige Erfahrung und Referenzen können in untertägigen Kali- und Salz-Bergwerken in Deutschland nachgewiesen werden. Abschlussbemerkung: Obwohl der beschriebene Einsatz als äußerst robust und hart gilt, sind die Folgekosten für die Verschleißreparaturen äußerst gering. Die Beraubemaschine PROXIMA CII ist ein echtes Rationalisierungsgenie, an dem kein kostenbewusster Bergwerksbetreiber vorbei kommt, auch Bergwerksbetreiber mit einer Gebirgsfestigkeit (Druckfestigkeit) von axial 50 Megapascal/m2 (5.000 N(cm2) können problemlos schälend beraubt werden, hierfür liegen auch Einsatzerfahrungen vor. Die Fachwelt ist bei der persönlichen Einsatzbegutachtung stets beeindruckt und von dem profitbringenden System überzeugt. Neuerung: Damit auch in kleinen und engen Gruben die schälende Beraubung erfolgreich eingesetzt werden kann, haben wir in 2004 unsere "kleine" Beraubemaschine Proxima CII 90 entwickelt. Mit dieser Beraubemaschine kann man bis zu 7 m Beraubehöhe Firste dynamisch bearbeiten. Siegfried G. Herbst - Geschäftsführer - |